Renate Höft

     

    

„Ich bin neugierig auf Menschen, darauf, wie sie sich ausdrücken, was sie mit ihren Körpern tun und ihren Stimmungen. Und ich bin neugierig, wie die Menschen auf meine Bilder reagieren. Wann sind sie berührt und was berührt sie?“ Der Mensch steht im Zentrum der Arbeiten von Renate Höft. Auf ihren großformatigen Acryl- und Ölbildern, die in ihrer Flächigkeit und Farbwahl eine große Ruhe ausstrahlen, stehen, sitzen und liegen Frauen und tun nichts, außer da zu sein. Reduktion ist es, was Renate Höft wichtig ist, sowohl im klaren Duktus als auch in den Farben, die niemals grell wirken, sondern eher zurückhaltend. „Ich arbeite gerne aus dem Dunkel heraus ins Helle und trage auf schwarzen Leinwänden meine Farben in vielen Schichten auf, die klassische Malweise also“, sagt die Künstlerin.

Grundlage ihrer realistischen Bilder sind Fotografien, die sie selbst im Fotostudio macht. „Meine Tochter ist mein geduldiges Modell. Ich sage ihr, welche Kleidung sie tragen soll und welche Positionierung ich haben möchte“, so Renate Höft, die früher als Redakteurin gearbeitet hat und in die Malerei gewechselt ist. Angefangen mit Kursen in verschiedenen Volkshochschulen, ist sie seit 15 Jahren Schülerin des Hamburger Künstlers Felix Eckardt.

 „Dieser wöchentlich stattfindende Malkurs ist mir heilig! Es ist für mich ein immerwährendes Lernen.“ Zweimal im Jahr besucht sie die Akademie der bildenden Künste im bayrischen Kolbermoor, in der intensiv eine Woche lang gearbeitet wird.

 

„Kunst hat schon immer zu meinem Leben gehört. Die Malerei ist immer in meinem Kopf. Ich bin so drin in dieser Welt, dass ich ständig Motive abgleiche“, beschreibt Renate Höft ihre Leidenschaft für das Malen. Neben ihrem wichtigsten Sujet, dem Menschen, malt die Bargteheider Künstlerin auch mal ganze Serien mit Schafsbildern oder, wie während der Corona-Pandemie, von Steinen. Seltene Ausflüge in das Motiv der Pflanzenwelten bezeichnet sie als „Erholungsbilder“ im Gegensatz zur sehr intensiven figürlichen Malerei, die ihr Hauptwerk ausmacht.