Klaus Ihrig

    

     

Die großen Skizzenbücher von Klaus Ihrig sind schon Kunstwerke an sich. Seite um Seite finden sich darin Zeichnungen, mal mit Bleistift, Feder oder Rötelkreide gefertigt und am häufigsten mit Aquarellfarben gemalt. Sie zeigen Akte, Blumen, Stillleben, Naturräume, Häuser- und Stadtansichten, Menschen. Immer waren die Bücher im Gepäck dabei auf zahlreichen Reisen in die Toskana, in denen er Urlaube mit seiner Frau verbracht hat oder Teilnehmer von Malkursen war. „Ich male nach Fotos oder vor Ort, so wie oft in Italien. Meine Kunst, besonders meine Aquarelle, bedeuten sehr viel für mich. Ich habe mein Leben lang gezeichnet und gemalt, das sind meine beiden größten Talente“, erzählt Klaus Ihrig.

Der gelernte Retuscheur, der lange in der Fotobearbeitung beim Heinrich-Bauer-Verlag und später bei Axel Springer in Ahrensburg als Mediengestalter in der Kundenbetreuung gearbeitet hat, hat schon als Kind seine Liebe zu den Farben und Bildern entdeckt. „Ich bin Kriegskind und hatte, da wir in Barmbek ausgebombt wurden, nie etwas zu spielen. Irgendwann bekam ich Kreide und Buntstifte in die Hand und von diesem Moment an habe ich mir meine Welt zusammengemalt“, erinnert er sich an die Anfänge seiner Kunst. 

Während der Lehrzeit nahm Klaus Ihrig regelmäßig Zeichen- und Malunterricht in Hamburg und Berlin, eine Praxis, die er über Jahrzehnte als Lernender beibehalten und später in von ihm geleiteten Aquarellkursen in Bargteheide und Reinbek weitergegeben hat.

 

Überall in seinem Haus ist er umgeben von der eigenen Kunst. Neben einigen Acrylbildern, teilweise als Collagen gearbeitet und vielen Aquarellen, die Florenz, Luca oder toskanische Villen und Parks zeigen, finden sich Bilder von Eisenbahnen, Schiffen und Hafenansichten. „Ich bin seit 20 Jahren Mitglied im Freundeskreis der historischen Hafenbahn Hamburg. Dort bin ich gelandet, weil ich ein großes Faible für den Hafen habe“, sagt Klaus Ihrig. Vom Hafen und seinen Schiffen war es dann nicht mehr weit bis zu den Eisenbahnen, die Güter hin- und hertransportieren. Schienen sind auch auf seinem Bild zu sehen, das er anlässlich der Themenausstellung „Rot“ des Bargteheider Kunstkreises gemalt hat und auf dem in fast grafisch klarer Silhouette das Stellwerk, Heimat des Kunstkreises, abgebildet ist.